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Bohrer schleifen mit 4 Facetten Nr. 1

Eine einfache Bohreranschleifvorrichtung für 4-Facetten-Anschliff

Übersetzung aus dem Englischen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne jegliche Gewähr
Fragen und Anregngen,  Mail hier klicken
dampftraktorschmiede@wolfsburg.de

Es gibt noch die Vorrichtung Nr. 2, die praktisch identisch ist.
Es kann sich Jeder das Beste aussuchen.

 

Ein Bohrer mit dem 4-Facetten-Anschliff ist nicht, wie gewöhnlich, mit zwei konischen Oberflächen (Kegelmantel), sondern mit 4 Flächen, die, wenn sie frisch geschliffen sind, glänzen wie die Facetten eines Edelsteines.

Die 4 Flächen, 2 für jede Schneide, sind normalerweise unter einem Winkel von 10° und 30° geschliffen.

Ein, korrekt, so geschliffener Bohrer hat ein gutes „Anbohrverhalten“, weil die 4 Flächen in einem Punkt zusammenlaufen und daher gut die Ankörnung finden. Auch kann man, mit korrektem 4-Facetten-Anschliff genauer tolerierte Bohrungen erreichen und der Bohrer neigt, bei tiefen Bohrungen, weniger zum Ausweichen.

 

Die Vorrichtung

Der Zweck ist, den Bohrer in einem, bzw. zwei, bestimmten Winkeln, zur Schleifscheibe zu halten. Ein Dritter Winkel ist auch noch wichtig, der Spitzenwinkel den die beiden Schneiden bilden, er ist normalerweise 118°, teilweise wird auch 120° bevorzugt.

Die Vorrichtung basiert auf einem langen Fuß, auf dem das Oberteil, vor der Schleifscheibe geschwenkt werden kann. An dem schwenkbarem Oberteil befindet sich ein einstellbarer Längenanschlag, außerdem kann dieses Oberteil in zwei Winkeln eingestellt werden, um die zwei Facetten, je Schneide, zu erzeugen. Mit etwas Übung lassen sich auch Bohrer mit 2mm bis 5mm Ø schleifen. Wenn man die Vorrichtung maßstäblich vergrößert, lassen sich auch größere Bohrer schleifen.  Mit einem Zubehörteil lassen sich auch Drehstähle schleifen.

Bei der Konstruktion dieser Vorrichtung wurde auf Bequemlichkeit wert gelegt. Das „Haupt-Teil“ wird mit der Hand gehalten und bewegt. Der Bohrer wird mit einem „Index-Finger“ in seine Position gebracht, gehalten von einem einfachem Anschlag. So kann, einfach und schnell, das Schleifergebnis betrachtet werden.

Alle wichtigen Winkel werden mit Schrauben gehalten, bzw. eingestellt. Eine V-Nut sorgt für wiederholgenaues Einlegen des Bohrers. Die Vorrichtung selbst ist einfach zu bauen, nur an wenigen Teilen ist sehr genaues Arbeiten erforderlich. Ein Punkt ist der, der für das genaue umschlagen um 180° notwendig ist, damit die zweite Schneide genau wie die Erste geschliffen wird. An dieser Stelle muß angemerkt werden, dass sich nur gerade Bohrer genau schleifen lassen, verbogene Bohrer müssen zuerst genau gerichtet, oder entfernt, werden.

Das verwendete Schleifgerät ist ein handelsüblicher Doppelschleifbock, möglichst mit Schleifscheiben von 150mm Ø. Dieser Schleifbock muß aber fast immer mit einem passendem Holzstück „auf Höhe“ gebracht werden, damit in der Mitte der Scheibe geschliffen werden kann.

 

Herstellung

Der stehende Fuß A trägt das schwenk- und neigbare Oberteil B. Material ist 1,5mm und 2mm dickes Stahlblech, welches durch sägen und feilen in die nötige Form gebracht wird.

Die Gewindebohrungen, im aufrecht stehenden Teil, für die zwei Stellungen der Neigungeinstellung, werden am Besten im Zusammenbau gebohrt. Dort kommt eine M4 Schraube durch die Buchse E.

Die beiden Schlitze in B führen 1. den klemmbaren Bohrer-Längenanschlag H, und 2. den Klemmblock F. Letzterer klemmt den Bohrer fest, wenn geschliffen wird. Diese Schlitze müssen nicht unbedingt genau gefräst werden, man kann auch die Endpunkte bohren, mit der Laubsäge den Schlitz aussägen und dann etwas nachfeilen.

Die Teile B + C müssen zusammengelötet werden (möglichst Hartlot) in einem Winkel von 30°, daraus ergibt sich später ein Winkel von 120°.  Wir nehmen uns dazu ein Stück 12mm Ø Rundstahl und sägen ein Winkelstück unter 30° ab Teil D. Auf der Drehmaschine, mit einem Kreissägeblatt geht das sehr gut, Foto 3/4.

Das Winkelstückchen D kommt oben zwischen die Teile B + C, alles zusammen wird in die kleine Lötvorrichtung, siehe Skizze, eingelegt, mit Blumendraht gegen verrutschen befestigt und dann kann gut gelötet werden. Wer möchte, kann um den Blumendraht besser zu befestigen, kleine Löcher in die Teile bohren um den Draht hindurch zu ziehen.

Und wenn man schon dabei ist, wird die Buchse E in das 5mm Ø Loch in Teil C auch eingelötet. In Teil C sollte vor dem Löten nur eine kleinere Startbohrung eingebracht werden, damit später das M4 Gewinde „durchgeschnitten“ werden kann.

 

Nach dem Reinigen von der Lötarbeit, kann das „schwingende“ Zusammenbauteil auf seinem Drehpunkt platziert werden und die Positionen für die Winkel-Feststellschraube in Teil C kann durch die Buchse markiert werden. Die Feststellschraube ist eine einfache M4 Schraube, zur Bequemlichkeit mit einem gerändeltem Kopf, der aufgelötet wird,  ausgestattet.

Eine Zweite kleine, sehr einfache Lötvorrichtung wird benötigt, um das aufrecht stehende Teil A auf der Fuß-„Welle“ J anzulöten. Vorsicht, besonders bei Verwendung von Silberstahl, dass sich die „Welle“ beim Löten nicht verzieht. Diese Welle muß in der V-Nut von Teil K sauber anliegen.

 

Der Bohrer-Auflageblock Teil G muß möglichst genau angefertigt werden. Die V-Nut, welche den Bohrer Aufnimmt, muß genau gerade und parallel mit den Seiten sein. Dieses Teil G kann auch aus Alu gefertigt werden. Die Nut kann stückweise mit Schaftfräsern vorgearbeitet werden, siehe Skizze G-K, zum Schluß wird mit einem 90° Senker die Nut fertig ausgefräst. In Alu geht das sogar mit einem Senker der eigentlich für Holzbearbeitung vorgesehen ist.

Der Längenanschlag H besteht aus einem Stück Winkelstahl 1,5mm dick. Zwei kleine Führungzapfen Ø4mm, die in der Mittelnut von Teil B „laufen“, werden eingenietet (es geht auch mit 2 sehr kurzen Schrauben, deren Kopf 4mm Ø hat). Die Klemmschraube hat M3 mit einer Rändelmutter.

Die Einstellschraube mit der Hut-förmigen Kappe L1 ist mehr ausgearbeitet als unbedingt notwendig, aber es schützt das Gewinde vor unvermeidlicher Verschmutzung und sieht gut aus.

Eine normale M 6 Schraube (oder ein Stück Gewindestange)  kann hier verwendet werden. Der Kopf wird abgedreht und ersetzt durch eine „Scheibe“ Stahl, die angelötet wird L2. Dann wird dieser neue „Kopf“ mit der Drehmaschine passend gedreht für einen guten Klebesitz in der Kappe. Aber darauf achten, dass das Gewinde genau zentrisch in der Mitte ist, sonst klemmt die Kappe auf der Mutter. Die kleine M3 Schraube in der Mutter L3 dient zum Feststellen des Gewindes, daher wird ein Stück Kunststoff oder Leder zwischen Schraubenspitze und M6-Gewinde gelegt, damit letzteres nicht beschädigt wird. Wer möchte, kann die Kappe noch mit Skalenstrichen versehen, damit die Zustellung einfacher und genauer wird.

 

Das Druckstrück F das den Bohrer beim Schleifen fest hält kann aus Hartkunststoff (oder Alu) sein. Zwei selbschneidende Blechschrauben (bei Alu M3 Gewindeschrauben) halten das Druckstück lose im kurzen Schlitz in Teil B.

 

Zum Schluß wird noch ein Satz Spannblöcke, Teil I, für die Bohrer benötigt. Auch diese müssen genau hergestellt werden!

Spanne ein Stück geraden Rundstahl in den Bohrer-Auflageblock G (mit Werkzeugmacherschraubzwinge, Foto 10), so wie wenn ein Bohrer geschliffen werden soll. Der Abstand zwischen dem Rundstahl und der Seitenfläche von B wird mit Fühlerlehren genau gemessen, siehe Foto 10. Zu dem gemessenem Maß wird der halbe Durchmesser des eingespannten Rundstahles hinzugezählt. Das Ergebnis wird verdoppelt, und dieses Ergebnis ist die genaue Breite der Spannblöcke, die wir aus Alu herstellen können.

Anfertigen nach Zeichnung I, mit verschiedenen Durchgangbohrungen so viele wie benötigt werden, aber so genau es nur geht ! Wer Probleme damit hat, die Bohrung genau in die Mitte des, schon bearbeiteten, Alu-Stückes zu bekommen, der macht es umgekehrt. Das Alu-Stück mit Übermaß belassen, die Bohrung (mittig) einbringen, und dann von jeder Seite genau abfräsen, bzw. im 4-Backenfutter der Drehmaschine plandrehen.

Die M3 Klemmschraube(n) sollte wieder mit einem gerändeltem Kopf versehen werden.

 

Der Zusammenbau der Vorrichtung ist einfach. Teil K wird auf einen  Holzstück, in der Höhe passend zu Schleifscheibe geschraubt, aber mit Abstand der Einstellschraube zur Schleifscheibe.

Spanne einen Bohrer in die Vorrichtung, wie zum Schleifen, die Bohrerspitze muß einige mm aus der Vorrichtung heraus ragen.

 

Lege die Vorrichtung in die V-Nut von K, parallel mit der Schleifscheibenachse ! Schiebe das Ganze in Richtung Schleifscheibe, mit dem einstellbarem Längenanschlag in Mittelstellung.

Nun kann die Stellung der Klemmschrauben bestimmt werden, durch schauen durch die Löcher in Teil K

Aber vorsichtig und dabei Kontrolle mit den Neigungeinstellungen 10° und 30°.

 

Benutzen der Vorrichtung

Zuerst auswählen eines Spannblockes passend für den Schaft des zu schleifenden Bohrers, die Spannschraube leicht anziehen. Halte den Block in Augenhöhe, Foto 12.  Bei gutem Licht, eventuell mit einer Lupe, drehe den Bohrer bis die Schneidkanten einen rechten Winkel zu den Kanten des Spannblockes bilden. Dann festziehen der Spannschraube.

Das genaue Winkelverhältnis zwischen Bohrerschneide und Spannblockkante kann von Bohrer zu Bohrer etwas unterschiedlich sein, das muß durch wiederholtes üben heraus gefunden werden.

Dann einsetzen von Spannblock mit Bohrer in die Vorrichtung, vorschieben des Längenanschlag H bis die Spitze etwas über die Auflage hinausragt, dann Längenanschlag fest ziehen. Halte die Vorrichtung wie in Foto 13 gezeigt, der hintere Teil der Vorrichtung liegt in der rechten Handfläche, der Zeigefinger drückt auf das Druckstück F. Als Neigung wird zuerst 30° eingestellt. Einschalten des Schleifbockes, einlegen des Fuß J in die V-Nut K, nun Rechts – Links schwenken, die Zustellung erfolgt über die Hut-Kappe und deren Gewinde mit der linken Hand.

Wiederhole den Vorgang mit um 180° gewendetem Bohrer. Wenn diese Flächen fast bis zu Schneidkante hin geschliffen sind, wird die 10° Stellung eingestellt und die Vorgänge vorsichtig wiederholt um die Schneidkanten zu schleifen. 






































 

 
   
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